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Baustyropor / Styrodor / Polystyrol-Dämmstoffe

Seit dem 1.10.2016  hätten Wärmedämmplatten aus HBCD-haltigem Polystyrol, mit einer Konzentration von mehr als 1000 mg/kg an Hexabromcyclodedecan als gefährlicher Abfall entsorgt werden müssen.

Grundlage war die europaweite Umsetzung der sog. POP-Verordnung in deutsches Recht, die u.a. das in diesem Baustoff eingesetzte Flammschutzmittel ( Brom ) in seiner Wirkung mit negativen Umwelteigenschaften ausweist, und als gefährlich einstuft.

Auf Grund dieser rechtlichen Vorgabe waren bundesweit Entsorgungsengpässe zu verzeichnen, die, abweichend von einem bundeseinheitlichen Vollzug, zu länderindividuellen Entsorgungslösungen geführt haben. Um diesem holprigen Start der Umsetzung entgegenzuwirken, hat das Bundeskabinett am 21.12.2016 die vorübergehende Änderung der Abfallverzeichnis-Verordnung beschlossen, d.h. bis Ende 2017 können derartige Dämmstoffe als nicht gefährliche Abfälle entsorgt werden.

Unabhängig davon gilt die sog. POP-Verordnung weiter, so dass am finalen Entsorgungs-weg, der thermischen Entsorgung ( Verbrennung ) , festgehalten wird, die Erfassung z.B. als Monofraktion, aber über die AVV 170604 ( ungefährlich ) durchgeführt wird.

Regional sind dabei die weiteren Verfahrensweisen sehr unterschiedlich, da nicht alle MVA ihren Eingangsstoffstrom z.B für einen mengenmäßig undefinierten Mix mit Bau-Mischabfällen rechtlich freigegeben haben. Hier gibt es anlagenspezifische Anforderungen an prozentuale Zusammensetzung.

Damit Sie sich bei Ihren Bauvorhaben sicher sein können, dass die Entsorgung reibungslos und nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen stattfindet, empfehlen wir, kleinere Mengen getrennt zu erfassen ( z.B. in Sammelsäcken ), damit bei der nachgelagerten Abfallsortierung keine vermeidbaren Mehrkosten entstehen. Für größere Anfallmengen ( ggf. als Monofraktion ) stehen andere Lösungen bereit.

Natürlich existieren auch hier Abfallströme, die unterhalb der kritischen Konzentration liegen, oder auch andere Flammschutzmittel beinhalten. Diese ist im Einzelfall mittels einer erforderlichen Analyse zu belegen. Teilweise findet für Neuware ( Verschnittreste u.ä ), die sauber und sortenrein anfallen ein werkstoffliches Recycling statt.

Sollten bei Ihren Bauvorhaben derartige Abfälle anfallen, so sprechen Sie uns bitte an, damit wir für Sie eine Entsorgungslösung gezielt für Sie vorbereiten und Sie auch auf dem Laufenden der aktuellen abfallrechtlichen Änderungen halten können.

Wir freuen uns Ihre Nachricht und stehen Ihnen gerne auch persönlich für alle Fragen rund um das Thema "Abfall" zur  Verfügung.